Der Gemeinderat von Karlowo beschloss, das Verfahren zur Änderung des Status des Grundstücks einzuleiten, auf dem der Bau einer Pulver- und Munitionsfabrik geplant ist – ein Gemeinschaftsprojekt der Wasowski-Maschinenbauwerke und des deutschen Rüstungskonzerns „Rheinmetall“, berichtete Daniela Dobrewa vom Radio Plowdiw des Bulgarischen Nationalen Rundfunks.
Am Dienstag unterzeichneten der bulgarische Staat und der deutsche Konzern ein Abkommen über den Bau der Fabrik im Gebiet des Dorfes Karnare. Die Investition in Höhe von rund 1 Milliarde Euro gehört zu den bedeutendsten der letzten Jahre und gilt als Schlüsselmaßnahme zur Modernisierung der bulgarischen Verteidigungsindustrie.
Während der Debatte kam es im Sitzungssaal zu Spannungen, sodass die Polizei eingreifen musste, um die im Saal anwesenden Bürger zu ihren Plätzen zu führen. Vor der Gemeindeverwaltung fand zuvor eine Protestkundgebung statt, organisiert von der Partei „Wiedergeburt“ unter dem Motto „Nein zu einer Pulverfabrik in der Gemeinde Karlowo“. Die Demonstranten erklärten, sie wollten keine Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser in der Region Karlowo.
Redakteurin: Diana Zankowa
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Foto: Lokaler Nachrichtensender - Karlowo
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