Sendung auf Deutsch
Textgröße
Bulgarischer Nationaler Rundfunk © 2026 Alle Rechte vorbehalten

Retten, was zu retten ist

In dieser Woche hat Ministerpräsident Bojko Borissow vier seiner Minister nach Brüssel geschickt, um zu retten, was zu retten ist. Doch, es stellte sich heraus, es handelt sich viel mehr um Mission: impossible.

Vizergeierungschef Tomislaw Dontschew, Verkehrminister Iwajlo Moskowski, Regionalentwicklungsministerin Liljana Pawlowa und Umweltministerin Ewelina Wassilewa kamen mit schlechten Nachrichten zurück. In Brüssel sollten sie die Rückerstattung von 460 Millionen Euro aus den EU-Programmen erwirken und den erwarteten Verlust von rund 200 Millionen Euro bis Jahresende reduzieren.

Dontschew zufolge hatte Bulgarien gehofft, die Brüsseler Beamten wegen der starken Überschwemmungen und der zahlreichen Revisionen der Aufträge milder zu stimmen, denn dies seien die Ursachen für das schleppende Tempo bei der Umsetzung der EU-Projekte in Bulgarien. Doch, er und Regionalentwicklungsministerin Pawlowa mussten zugeben, dass 2014 ohne Zahlungen aus der EU abgeschlossen werden muss. Mehr noch – die Gesandten der neuen bulgarischen Regierung mussten in Brüssel feststellen, dass Bulgarien das Vertrauen der Europäischen Kommission beträchtlich verspielt habe. Nicht einmal das Treffen mit der bulgarischen EU-Haushaltskommissarin Kristalina Georgiewa konnte an diesem Eindruck rütteln. Man habe darüber diskutiert, wie mehr europäische Gelder in die angeschlagene bulgarische Wirtschaft fließen sollen. Keine einfache Aufgabe! Denn das Problem mit der Rückerstattung von EU-Geldern ist nicht nur ein Problem für Bulgarien, sondern auch für die Haushaltskommissarin selbst. Das Loch im EU-Haushalt ist beachtlich – die von Jahr zu Jahr verschobenen Zahlungen der Europäischen Kommission haben inzwischen 20 Milliarden Euro erreicht. Georgiewa gab bekannt, dass immer noch keine Einigung über den EU-Etat für das kommende Jahr 2015 erzielt werden konnte. Die Zeit drängt – Kommission, Parlament und Mitgliedsländern bleibt nicht viel Zeit, um sich auf einen Haushalt zu einigen.



Последвайте ни и в Google News Showcase, за да научите най-важното от деня!

mehr aus dieser Rubrik…

Borissow: Haushalt 2026 wird eingefroren, Regierung nutzt alten Etat

Der Vorsitzende der GERB, Bojko Borissow, erklärte, dass ihm der Haushalt für 2026 nicht gefalle und eingefroren werde.  Gegenüber den Medien im Parlament sagte Borissow, der „Rat für gemeinsame Regierungsführung“ der an der Regierung..

veröffentlicht am 27.11.25 um 11:40
Georg Georgiew

Außenminister: Unterstützung für Ukraine und Druck auf Russland müssen anhalten

„Die Entscheidungen zum Erzielen von Frieden in der Ukraine müssen auf den grundlegenden Prinzipien der UN-Charta wie Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität beruhen.“ Das erklärte Außenminister Georg Georgiew auf der informellen..

veröffentlicht am 26.11.25 um 17:31
Georg Georgiew

Skopje müsse die Bulgaren in die Verfassung aufnehmen, erklärte der Außenminister

„Ich habe viele Male mit Timtscho Mutzunski, dem Außenminister Nordmazedoniens, gesprochen.  Er kennt unsere Position sehr gut und eindeutig. Seine Aufgabe ist es, seine eigene Regierung davon zu überzeugen, den Konsens von 2022 einzuhalten.“ Das..

veröffentlicht am 24.11.25 um 11:30