Trotz der gängigen Auffassung darüber, dass Komponieren Männersache ist, erntet eine junge Autorin auf diesem Gebiet schon Erfolge. Das Musical „Genug“ ist ihre Diplomarbeit gewesen. Mehr als 43 Menschen – sowohl Studenten, als auch Dozenten an der Musikakademie in Sofiahaben daran teilgenommen.
„Ich wollte eigentlich eine Oper komponieren, aber dann traf ich die talentierte Librettistin Joana Mirtschewa“, berichtet Emelina Gortschewa. „Ihre Arbeit hat mich so fasziniert, dass ich mich dann sofort für das Musical entschieden habe. Die Handlung meines Werkes spielt in New York. Obwohl ich noch nie da gewesen bin, habe ich viel über die Stadt und ihre Kultur gelesen. Ich wollte aber nicht, dass meine Musik zu amerikanisch wird, sondern ihren eigenen Klang bekommt.“
Emelina hat auch untraditionelle Musikinstrumente wie die peruanische Kistentrommel, den Kachon verwendet. In einem Tango aus dem Musical ist sie zu hören.
Das Werk, das in neun Monaten geschrieben wurde, ist für das junge Publikum gedacht. Die Uraufführung im Sofioter Musiktheater zu Beginn der aktuellen Saison im Herbst letzten Jahres ist sehr erfolgreich gewesen. Für die Autorin ist es wichtig, dass ihre Musik möglichst viele Menschen erreicht.
„Ich hoffe, dass wir es schaffen, auf Landestournee zu gehen“, sagt Emelina Gortschewa. „Es wäre schön, wenn in anderen Städten solche Projekte gezeigt werden. Das wird die neue bulgarische Musik aus einer anderen Perspektive zeigen.“
Obwohl die junge Komponistin erst am Anfang ihrer Kariere steht, ist sie entschlossen, sich in dieser Männerdomäne durchzusetzen. „Ich habe mit 16 Jahren spontan angefangen, Musik zu schreiben“, sagt sie. „Mein späterer Professor an der Akademie hat mir viel dabei geholfen, mich in allen Genres zu Hause zu fühlen. Dabei sollte ich aber mir selbst treu bleiben. Seine Ratschläge waren für mich sehr wertvoll. Er hat mir beigebracht, als Künstlerin auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“
Übersetzung: Milkana Dehler
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