Studierende der Slawistik an der Universität Freiburg interessierten sich für die bulgarische Sprache, Literatur und Kultur.
Mehr noch: Seit einem Jahr könne Bulgarisch dort auch als erstes Hauptfach gewählt werden – gleichberechtigt neben den anderen slawischen Sprachen. Das berichtete Prof. Schiwka Kolewa-Slatewa, Dozentin an der Universität Weliko Tarnowo und Lektorin für bulgarische Sprache und Kultur an der traditionsreichen Universität Freiburg, im Programm „Hristo Botew“ des Bulgarischen Nationalen Rundfunks.
Die Bulgaristik habe sich in Freiburg seit 2006 entwickelt. Die erste Lektorin, Prof. Rumjana Konewa, brachte damals in das Slawistische Seminar Manuskripte mit Aufzeichnungen der Vorlesungen „Die Welt der Slawen“ von Prof. Iwan Schischmanow, die er 1923–1924 in Deutschland gehalten hatte. Die Vorlesungen waren auf Deutsch verfasst, wurden von Wissenschaftlern des Seminars transkribiert und 2023 in Deutschland veröffentlicht. Eine bulgarische Übersetzung erschien 2024 auch in Bulgarien.
Prof. Iwan Schischmanow gilt als Begründer der Slawistik an der Universität Freiburg. Im Universitätsgebäude erinnert eine Gedenktafel an den Gelehrten.
Unter der Leitung von Prof. Achim Rabus habe sich das Slawistische Seminar der Universität Freiburg zudem als führendes Zentrum der digitalen Paläoslavistik etabliert. Prof. Rabus und weitere Wissenschaftler entwickelten elektronische Ressourcen zur Bearbeitung altbulgarischer Texte, was das Interesse an der Bulgaristik zusätzlich verstärke, so Prof. Kolewa-Slatеwa.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Foto: BTA
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