Nur wenige wissen, dass es sich hierbei um die erste bulgarische autochthone Nutztierrasse handelt, die 2005 von der Kommission für Tierrassen beim Landwirtschaftsministerium anerkannt wurde. Ihren Namen verdankt sie den nomadisierenden Schafzüchtern, den Karakatschanen, die mit ihren riesigen Herden die Weiden auf der Balkanhalbinsel durchzogen, wie die Seite der Internationalen Vereinigung des Karakatschanen Hundes berichtet.

Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Rasse liegt bei 10 bis 12 Jahren, sie benötigt viel Bewegung und weite Flächen. Fachleute betonen, dass Karakatschane Hunde keine Haustier-Rasse sind, sondern Nutztiere, die sich nur dann wirklich wohlfühlen, wenn sie „arbeiten“ – also Herden oder Gehöfte bewachen.

Dank ihrer herausragenden Arbeitseigenschaften sind Karakatschane Hunde sowohl in Bulgarien als auch im Ausland bei Landwirten sehr gefragt. Die besten Tiere der Rasse werden an diesem Sonntag, dem 21. September, beim traditionellen Nationalen Treffen des Karakatschanen Hundes im Dorf Trigrad in Südbulgarien (Bezirk Smoljan) zu sehen sein. Bewertet werden die Tiere von Dr. Assen Usunow, dem Vorsitzenden der Richterkommission bei der Internationalen Vereinigung des Karakatschanen Hundes. Die besten Vertreter erhalten Sonderpreise.

Ein abwechslungsreiches Folkloreprogramm mit Darbietungen traditioneller Rhodopen-Klänge auf dem typischen Dudelsack der Region rundet das Fest ab. Um Teil der Feier zu werden, braucht man lediglich einen Karakatschanen Hund – oder einfach nur Liebe zu dieser urbulgarischen Hunderasse.

Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Fotos: nokkbg.org, BTA
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