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Lisa Marie Stojtschewa erforscht ihr bulgarisches Erbe im Film „Das war 1965“

Foto: Internationale Elias-Canetti-Gesellschaft

„Das war 1965“ lautet der Titel des Films, der am 6. Oktober im Rahmen des von der Internationalen Elias-Canetti-Gesellschaft organisierten Literaturfestivals in Russe gezeigt wird.

Drehbuch und Regie stammen von Lisa Marie Stojtschewa. Sie wurde 1989 in München geboren – im Jahr des Mauerfalls – als Tochter einer deutschen Mutter und eines bulgarischen Vaters.

„Für Lisa war Bulgarien lange Zeit etwas Imaginäres, auch die Sprache bereitete ihr Schwierigkeiten. Mit 15 Jahren besuchte sie das Land zum ersten Mal. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters beschloss Lisa Marie Stojtschewa, ihr Erbe und die Geschichte seiner Flucht aus Bulgarien zu erforschen. Begleitet wurde sie dabei von zwei Freunden – dem Kameramann Grigorij Schkliar und der Komponistin der Filmmusik, Rachel Hutter. Gemeinsam reisten sie durch Bulgarien, untersuchten Orte, Texte, Dokumente und Archivaufnahmen. Sie sammelten Fragmente der Familiengeschichte aus Vergangenheit und Gegenwart in Bulgarien und Deutschland. Lisa begann, Briefe an ihren Vater zu schreiben, in denen sie ihm von ihren Entdeckungen berichtete – und von Gefühlen, die sie ihm zu Lebzeiten nie mitteilen konnte“, erklärten die Organisatoren der Vorführung.

In ihrem Film verwebt Lisa Marie Stojtschewa zahlreiche Anspielungen – von Aleko Konstantinow über Karl May und Nakamura bis hin zu „Die gerettete Zunge“ von Elias Canetti, berichtete die BTA.

Redakteur: Iwo Iwanow

Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov 

Foto: Internationale Elias-Canetti-Gesellschaft 



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