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Städte streiten um Titel „Beste Stadt zum Leben in Bulgarien“

Sofia ist Bulgariens beste Stadt zum Leben
Foto: Rumjana Zwetkowa
Das dritte Jahr in Folge lief in Bulgarien eine Umfrage darüber, in welcher Stadt des Landes man am besten leben kann. Organisiert wird die Befragung von „Darik Radio“, der Zeitung „24 Tschasa“ (24 Stunden) und der Infoseite dariknews.bg.

In diesem Jahr kamen 44 Städte Bulgariens in die engere Wahl. Die Kriterien, insgesamt 32 an der Zahl, umfassten die verschiedensten Bereiche, darunter Ladenöffnungszeiten, Vielfalt an Restaurants und nationalen Küchen, Zahl der Apotheken, die rund um die Uhr arbeiten, Arbeits- wie auch Bildungsmöglichkeiten, bis hin zur Höhe der Investitionen in Infrastrukturprojekte. In den letzten zwei Jahren war die Schwarzmeerstadt Warna in Führung gegangen; nunmehr gewann Sofia bei der Umfrage.

Das bedeutet aber nicht, dass in der Hauptstadt alles in Butter ist. Es hapert mit der Sauberkeit, der Zahl der Kindergartenplätze, wie auch Parkplätze, in der Stadt gibt es häufig Staus, die Kriminalität ist hoch und auch die Fußgängerzonen sind eher dürftig.
Und dennoch kann Sofia anscheinend mehr als die anderen Städte Bulgariens bieten. Die Auszeichnung wurde dem amtierenden Bürgermeister Minko Gerdschikow vom Minister für Regionalentwicklung Rossen Plewneliew überreicht.

„Ich bin sehr glücklich darüber, dass im fairen Wettstreit Sofia der Vorzug gegeben wurde – in unserer Stadt kann man tatsächlich am besten leben“, sagt Oberbürgermeister Gerdschikow. „Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für die Arbeit vieler Menschen. Zudem herrscht in Sofia unter den europäischen Städten mit mehr als anderthalb Million Einwohnern die niedrigste Arbeitslosigkeit. In Sofia herrschen gute Bedingungen, zu arbeiten, seine Träume zu erfüllen, sich zu vergnügen. Unsere Stadt ist in den letzten Jahren sauberer, heller und annehmlicher geworden; wir müssen aber unsere Anstrengungen fortsetzen und dem Beispiel Warnas folgend mindestens noch einmal diese Auszeichnung erhalten.“

In diesem Jahr wurden auch Sonderpreise verliehen. Die mittelbulgarische Stadt Gabrowo wurde zur grünsten Stadt erklärt, während der Schönheitspreis Russe an der Donau zuerkannt wurde. Als Party-Stadt etablierte sich Kawarna an der Schwarzmeerküste, das Austragungsort eines der grandiosesten Rock-Konzerte war. Als Geschäftsstadt entpuppte sich Burgas, ebenfalls an der Schwarzmeerküste. Darüber hat sich sein neuer Bürgermeister Dimitar Nikolow besonders gefreut, denn in Zeiten der Krise ist das von großer Bedeutung. Wie hat das Burgas geschafft, fragten wir seinen Bürgermeister.

„Wir haben jedem Investor die nötige Aufmerksamkeit geschenkt und versucht, trotz Krise beste Geschäftsbedingungen zu schaffen“, sagt Dimitar Nikolow. „Das erfordert viel Arbeit, sowohl seitens der Verwaltung, als auch der Bürger. Derzeit richten wir ein neues Industrieviertel ein, in dem mindestens 30 Unternehmen arbeiten werden. Auch treiben wir das Projekt zur Modernisierung des Nahverkehrs voran. Das wird unsere Stadt noch anziehender machen, mit besseren Kommunikationen und damit auch die Wirtschaft ankurbeln. Dabei wird natürlich die Umwelt nicht außer Acht gelassen.“ 

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow
По публикацията работи: Rumjana Zwetkowa


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