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Bulgarien glänzt bei Europol-Aktion gegen Geldfälschung

"Ich bin sehr froh über die gute Zusammenarbeit mit den bulgarischen Behörden und zwar nicht nur im Kampf gegen die Geldfälschungen, sondern auch in vielen anderen Bereichen des organisierten Verbrechens", sagte Europol-Chef Robert Wainwright in Sofia.
Foto: BGNES
„Bulgarien und Europol haben eine gemeinsame Botschaft an das organisierte Verbrechen geschickt und sie lautet, das es keine Chance hat“. Dies erklärte der Chef der EU-Polizeibehörden Robert Wainwright während seiner Arbeitsvisite Ende letzter Woche in Bulgarien. Mehr dazu hören Sie im folgenden Beitrag von Rumjana Tzwetkowa.

Anlass zu dem Besuch gab die erfolgreiche gemeinsame Aktion der bulgarischen Polizei, von Europol und des US-Secret Service für die Aufdeckung einer Falschgelddruckerei. Dabei wurde Falschgeld in Wert von über 1,5 Millionen Euro sichergestellt. Die Druckerei, die sich im Dorf Gorno Sachrane bei Kasanlak befand, hat 24 EU-Staaten mit falschen Euroscheinen versorgt. Die Druckerei verfügte über eine moderne Ausrüstung und die besten Materialien wie hochwertiges Papier, Farben und Chemikalien. Die Banknoten waren von feinster Qualität und wurden mit allen Schutzmerkmalen der verschiedenen Euroscheinen versehen. Auch eine große Menge von falschen Vignetten wurde bei der Razzia gefunden. Mehr als sechs Jahren haben die Behörden gemeinsam daran gearbeitet, so der Premier Borisow. Seiner Meinung nach, ist das ein präzedenzloses Beispiel der guten Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden auf internationaler Ebene in Europa.

„Die kriminelle Gruppe, die am 1. Oktober zerschlagen wurde, hat große Mengen falsche Euro- und Dollarscheine gedruckt“, sagte Robert Wainwright. „Nach intensiven Ermittlungen seitens der bulgarischen Polizei, von Europol und des US-Secret Service, konnten wir diese kriminelle Gruppe zerschlagen, die eine Gefährdung nicht nur für die Sicherheit von Bulgarien, sondern auch von mehreren EU-Staaten darstellte. In über 20 europäischen Staaten haben wir die gefälschte Währung im Umlauf sicherstellen können. Am meisten davon betroffen waren Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Als Dierktor der EU-Polizeidirektion bin ich fest dazu entschlossen, diese kriminelle Kreise, die eine Bedrohung für die EU-Bürger darstellen, zu vernichten. Wir sind dazu entschlossen, gemeinsam mit den Kollegen aus anderen EU-Staaten, Europa zu einen sicheren Ort zu machen. Ich bin sehr froh über die gute Zusammenarbeit mit den bulgarischen Behörden und zwar nicht nur im Kampf gegen die Geldfälschungen, sondern auch in vielen anderen Bereichen des organisierten Verbrechens. Zum Beispiel haben wir im September gemeinsam mit den bulgarischen Kollegen 10 Tonnen Drogenausgangsstoffe für die Herstellung von synthetischen Drogen in Bulgarien und in anderen Staaten sichergestellt. Es gibt auch viele andere Beispiele. Wir werden die bulgarischen Behörden auch weiterhin im Kampf gegen signifikante Vertreter der Unterwelt unterstützen, denn wir wissen, dass sie eine Gefahr nicht nur für Bulgarien sondern auch für ganz Europa darstellen. Mit dem Premier und dem Vizepremier haben wir die künftigen Möglichkeiten für noch erfolgreiche Zusammenarbeit besprochen. Heute richten Bulgarien und Europol eine gemeinsame Botschaft an die Verbrecherwelt – sie werden es nicht schaffen, wir sind ihnen auf den Spuren und sind entschlossen, Europa, einen sicheren Ort zum Leben zu machen“.

Robert Wainwright hat den Premierminister Borissow und den Innenminister Tzwetanow persönlich für die gute Arbeit und ihr persönliches Engagement im Kampf gegen das organisierte Verbrechen und der Korruption gelobt. Alle Behörden, die an der Aktion für das Aufdecken der Falschgelddruckerei beteiligt waren, bekamen einen persönlichen Dankbrief. Der US-Botschafter in Sofia James Warlick hat die Arbeit des bulgarischen Innenministeriums ebenfalls als hervorragend eingestuft.

„Die Aktion zur Bekämpfung der Fälschungen war ein großer Erfolg“, sagte er. „Sie bedeutet aber viel mehr als eine gute Zusammenarbeit. Sie markiert den Beginn einer neuen Ära in den Beziehungen zwischen Bulgarien und den USA, sowie mit den anderen europäischen Behörden auf dem Gebiet der Sicherheit. Das ist ein positives Zeichen auf dem Weg Bulgariens zum Schengen und vor allem eine Warnung an die Verbrecher der Welt, dass sie in Bulgarien nicht sicher sind“.

Übersetzung: Milkana Dehler
По публикацията работи: Rumjana Zwetkowa


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